Weltpremiere: Sparschweindenkmal in Euskirchen

Das weltweit erste und einzige Sparschweindenkmal steht in Euskirchen bei Köln! Es wurde gestiftet von der "Schutzgemeinschaft Deutsches Sparschwein" eingedenk dessen, dass im Euskirchener Ortsteil Schweinheim vor etwa 450 Jahren das Sparschwein erfunden worden ist, mutmaßlich von dem damaligen Schweinheimer Burgherrn, dem Ritter Spieß von Büllesheim. Das von dem Hammer Bildhauer Helmut Berger geschaffene Kunstwerk ist aus Grauguß (einer Eisenlegierung); die im Foto sichtbaren Flugrost-Spuren verflüchtigen sich mit der Zeit.

Euskirchens Bürgermeister Dr. Uwe Friedl nahm mit launigen Worten die Einweihung vor, der Stadtrat war ziemlich vollzählig erschienen, schließlich hatte er der Aufstellung des Denkmals zugestimmt. Das besondere an dem Sparschwein ist die bronzene Messingschnauze - wer diese reibt (Foto oben rechts), der sorgt nicht nur für dauernden Glanz, sondern dem wird das Glück winken! Und folglich sah man am Tag der Einweihung dutzende Zuschauer, die die Schnauze des fröhlichen Sparschweins rieben, darunter der Euskirchener Kämmerer, der sich dringend eine Verbesserung der städtischen Finanzen wünscht.
Die kleine Feierstunde verlief heiter, zumal es Bierchen und Getränke gab (gestiftet vom Bürgermeister) und Erbsensuppe mit Schweinespeck, (gestiftet von der Schutzgemeinschaft). Das Foto links zeigt Honorationen und Euskirchener Bürger, darunter (mit Schirm) die italienische Contessa Antonia Piccolomini, die für ein Verbot von artfremden Spartieren in Italien eintritt. Das rechte Foto zeigt von links nach rechts den Freiherrn Spies von Büllesheim, einen Nachfahren des Sparschwein-Erfinders, Bürgermeister Dr. Uwe Friedl, Bildhauer Helmut Berger und Lothar Schumacher, den Präsidenten der Schutzgemeinschaft Deutsches Sparschwein.

Euskirchener Sparschweindenkmal nimmt Gestalt an

Was hier zu sehen ist, dass ist das Gussmodell des Euskirchener Sparschwein-
denkmals, das noch im Atelier des Künstlers Helmut Berger aus Hamm steht - bald aber eine weite Reise antreten wird, nämlich nach Rumänien, wo das Sparschwein werkgetreu in Grauguß angefertigt werden wird. Von da aus kommt das Sparschwein, nunmehr 1,5 Tonnen schwer geworden, nach Euskirchen, um im dortigen Klostergarten seine endgültige Heimat zu finden. Das Foto zeigt Bürgermeister Dr. Uwe Friedl und Helmut Berger vor dem Styropor-Modell. Der oberste Sparschweinschützer Lothar Schumacher zeigte sich von der bisherigen Arbeit des Künstlers sehr angetan und freut sich auf Januar 2007, wo das Denkmal - wenn alles glatt läuft - in Euskirchen eingeweiht werden wird. Dr. Friedl: "Ideal wäre die zweite Januarwoche, dann wird das Sparschwein von unseren Bürgern gleichsam als Glücksschwein für 2007 aufgefaßt!"

Die Sparschweinschützer wollen zu diesem aktuellen Anlaß durchaus etwas für die Zuschauer tun - aber dem Vereinszweck angemessen und damit sparsam. Lothar Schumacher: "Es wird eine Gulaschkanone auffahren. Es gibt Erbsensuppe mit Speck und Wurst - natürlich alles vom Schwein!" Schumacher verspricht auch, zu diesem Termin die Rekonstruktion des auf Burg Schweinheim bei Euskirchen gefundenen Ur-Sparschweins zu präsentieren.

Sparschweindenkmal zu Euskirchen im Rheinland

Nun ist es sozusagen amtlich und Presse und Fernsehen haben darüber berichtet (siehe "Presseberichte"): Die Stadt Euskirchen südwestlich von Köln bekommt ein Sparschweindenkmal. Wie nicht anders zu erwarten, steckt die "Schutzgemeinschaft Deutsches Sparschwein" und im Besonderen deren Präsident Lothar Schumacher (siehe Foto) dahinter. Die ganze Sache entbehrt nicht eines gewissen Spaßfaktors:

Im Dezember bietet die Schutzgemeinschaft der Stadt Euskirchen eine Spende über 2.000 €, wenn man in Erinnerung an den Erfinder des Sparschweins, den Ritter Spieß von Büllesheim von Burg Schweinheim bei Euskirchen, an markanter Stelle - möglichst vor dem Standesamt - ein Denkmal setzen werde.

Im Januar antwortet Bürgermeister Dr. Uwe Friedl, dies wolle man gerne tun und das Denkmal am 1. April 2006 einweihen, dazu wolle man als Ehrengast den Fußballspieler Sebastian Schweinsteiger einladen.

Auf diesen Aprilscherz vermochte die "Schutzgemeinschaft Deutsches Sparschwein", die ihr Anliegen natürlich mit dem gebotenen tierischem Ernst verfolgt, nicht einzugehen. Man behielt also das Geld und hüllte sich in Schweigen.

Im Februar 2006 traf bei der Schutzgemeinschaft dann ein amtliches Schreiben des Euskirchener Bürgermeisters ein - und zwar eine Zahlungserinnerung! Der Stadtrat begrüße doch das Vorhaben - aber wo denn die zugesagten 2.000 € blieben, die man bitte tunlichst bis 22. Februar 2006 an die Stadtkasse überweisen solle, sonst müsse die Stadt Euskirchen von dem Vorhaben Abstand nehmen.

Das machte die Verantwortlichen der Schutzgemeinschaft hellwach. Sie gingen in den Keller und schauten nach, wieviel Geld denn noch im clubeigenen Sparschwein stecken könnte. Und siehe da - es waren 5.000 €. Die wurden sofort nach Euskirchen geschickt.

Nix mehr 1.April, nix mehr 2.000 € - nun hat die Stadt schon 5.000 € im (ansonsten leeren) Stadtsäckel. Und der des Humors nicht unkundige Bürgermeister verkündete, angesichts dieser Spende wolle man das Denkmal nun tatsächlich bauen. Und zur Einweihung lud er den Präsidenten der Schutzgemeinschaft "jetzt schon ein".

Im Juni 2006 fand ein Künstlerwettbewerb um den Entwurf des Sparschwein-Denkmals statt. Gewinner wurde der Künstler Hemut Berger aus Hamm, der ein besonders witziges, naturalistisches Sparschwein entworfen hatte. Das ursprünglich für eine Aufstellung im Innern des Rathauses vorgesehene Denkmal wird teurer als erwartet, da die nunmehr vorgesehene Aufstellung im Freien eine massivere Ausführung erfordert. Die Mehrkosten hat die Schutzgemeinschaft übernommen und weitere 3.000 € gespendet, wobei von diesem Betrag auch ein Sockel finanziert werden soll, damit "die Bürger zu ihrem Sparschwein aufblicken können", so der Chef der Sparschweinförderer.