Prominente über den Sparschwein-Schutz |
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Der Präsident des Deutschen Bundestags Dr. Norbert Lammert (04/06):
"Es ist nicht richtig, dass ich grundsätzlich gegen eine Offenlegung der Nebeneinkünfte der Abgeordneten des Deutschen Bundestags bin. Ich warte nur erst einmal ab, was das von einigen Abgeordneten in dieser Sache angerufene Verfassungsgericht entscheiden wird. Ich selbst bin für die totale Offenlegung des Inhalts meines Sparschweins. Darin befinden sich derzeit 33,47 €, in den Sparschweinen meiner vier Kinder insgesamt 63,88 €. Meine Frau ist sparsam veranlagt und hat derzeit in ihrem Sparschwein, das ich ihr anläßlich unserer Hochzeit geschenkt habe, 188,21 € gehortet. Leider ist bei diesem Sparschwein aus rosa Keramik der Ringelschwanz abgebrochen. Es ist nicht verboten, dass ich als Präsident dieses Hohen Hauses Geschenke annehmen. Sie können mir also getrost ein neues Sparschwein schicken, dann stehe ich Ihrer Initiative zur Verankerung des Sparschweinschutzes im Grundgesetz durchaus positiv gegenüber. Ihr Angebot, mich als Berater auch Ihrer Schutzgemeinschaft zu widmen, möchte ich derzeit nicht annehmen. Sobald das Verfassungsgericht entschieden hat, dass unsere Bezüge nicht offengelegt werden müssen, können Sie mich gerne noch einmal ansprechen."
Thomas Gottschalk will Sparschwein in seiner Burg aufstellen (02/06):
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Thomas Gottschalk, in Kalifornien lebender deutscher TV-Entertainer mit gewelltem dauerblondem Haar, hat in der von ihm gekauften Burg Marienfels bei Remagen schon mal die ersten Möbel gerückt. Remagen liegt einen Steinwurf von Bonn entfernt, wo die von Gottschalk propagierten Gummibärchen produziert werden. Vorerst will er die Burg nur als Zweitwohnsitz nutzen. Gottschalk beabsichtigt, ein großes Sparschwein im Burghof aufzustellen. Wer die Burg besichtigen will, muß in das Sparschwein einen Schein stecken - mindestens 20 €, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Bei Spenden ab 1.000 € will Gottschalk mit dem Spender persönlich ein Gummibärchen lutschen. Gottschalk rechtfertigt seine Idee mit dem Hinweis auf die enormen Kosten einer doppelten Haushaltsführung, "die ich nur sehr beschränkt steuerlich absetzen kann." Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (am 22. November 2005): "Sie werden verstehen, dass ich mich am heutigen Tag meiner Vereidigung noch nicht mit allen Details meiner Regierungsarbeit beschäftigen kann. Meine persönliche Referentin ist aber angewiesen, zusammen mit Landwirtschaftsminister Seehofer ein Konzept zu erarbeiten, wonach die Einfuhr von artfremden Spartieren aus Drittländern mit Strafzöllen belegt wird. Gegen die Einfuhr von artfremden Spartieren aus den Ländern der Europäischen Union kann ich leider nichts anderes unternehmen, als die Regierungen der EU-Länder aufzufordern, das deutsche Traditionssparschwein zu achten und in seinem Bestand nicht durch die Produktion von Spardackeln, Spartigern und dergleichen zu gefährden." Fotomodell Heidi Klum: "Ich habe mein Sparschwein auch auf Reisen immer dabei. Es ist aus hartgebrannter einfarbiger Keramik und von mir eigenhändig mit dem Stars-and-Stripes-Banner bemalt worden, um meinem amerikanischen Lebensgefährten eine Freude zu machen." Prof. Dr. Marcel Reich-Ranicki, Literaturkritiker: "Ich habe den Roman "Der Butt" von Günther Grass negativ beurteilt. Vielleicht wäre der von mir ansonsten hochgeschätzte Autor mit einer besseren Kritik davon gekommen, wenn er einen Roman über das deutsche Sparschwein geschrieben hätte. Ein Roman zu diesem Thema ist längst überfällig!" Hape Kerkeling, Komiker und Entertainer: "Ich arbeite an dem Drehbuch zu dem Film "Der Sparschweinproduzent". Im Mittelpunkt steht Herr Josef Mäurer - gespielt von mir - der sein Luxusleben als Sparschweinfabrikant aufgeben muß, weil der Markt von ausländischen Sparviechern überschwemmt wird und seine Firma Pleite macht. Dieses Fiasko erweist sich aber für Josef Mäurer als die große Chance seines Lebens. Er geht zum Privatfernsehen, wird dort Portier und später Programmdirektor und ist dann zuständig für alle Schweinereien auf dem Bildschirm, weshalb er ständig von Erotik-Darstellerinnen umschwärmt wird." Ex-Außenminister Joschka Fischer (im Sommer 2005): "Ich kann mich Ihrer Initiative nicht anschließen, weil ich mich bekanntlich intensiv darum bemühe, dass die BRD einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erhält. Dabei sind wir auf die Unterstützung der afrikanischen und asiatischen Länder angewiesen. Diese könnten es als einen Affront ansehen, wenn ich mich gegen Sparelefanten oder Sparbären ausspreche. Sobald wir den ständigen Sitz ergattert haben, will ich mich gerne mit Ihrem Anliegen befassen. Im übrigen darf ich Ihnen gerne versichern, dass ich selbst ein grünes Sparschwein besitze!" Der frühere bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber (im August 2005): "Wie Sie wissen, ist Bayern landwirtschaftlich geprägt. Das Schwein steht bei uns in hohem Ansehen. Ich habe kein Verständnis dafür, dass gewissenlose Gesellen und - äh - ich sage das unter Vorbehalt - gewissenlose Gesellen möglicherweise aus der linken Ecke Spartiere bevorzugen, die mit unserem deutschen und - äh - insbesondere bayerischem Wesen nichts zu schaffen haben. Für Bayern würde ich als Ausnahmegenehmigung - äh - Spartiere - äh - Sparlöwen zulassen, ansonsten stehe ich in Treue fest zum deutschen Sparschwein." Ex-WDR-Intendant Fritz Pleitgen (im Sommer 2005): "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat die Aufgabe, deutsches Kulturgut zu pflegen und zu fördern. Aus diesem Grund strahlen wir wöchentlich Sendungen mit volkstümlichen Weisen aus. Ich habe mit Frau Carmen Nebel bereits darüber gesprochen, wie wir das deutsche Sparschwein in den Sendungen präsentieren können. Das geht am besten durch einen Sparschwein-Jodler, der aber erst komponiert werden muß. Im übrigen müssen unsere Sender sparen und nochmals sparen, weshalb uns das deutsche Sparschwein besonders am Herzen liegt." Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (im September 2005): "Meine sechs Töchter hatten als Kinder alle ein Sparschwein, ein deutsches Sparschwein natürlich. Zu meinem Entsetzen habe ich festgestellt, dass zwei meiner Enkel ihre gesparten Münzen in einen Sparbär bzw. einen Sparelefanten werfen. Ich kann den Kindern leider keine strikten Anweisungen geben, wie den Beamten in meinem Ministerium, sonst heulen sie und meine Töchter machen Trabbel. Aber ich werde als Opa standfest bleiben und so lange nichts in diese fremdartigen Spartiere stecken, bis sie gegen Sparschweine ausgetauscht worden sind!" Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit: Mein Partner und ich sparen gemeinsam und haben unser Sparschwein schon bis an den Rand gefüllt. Was wir mit dem Ersparten machen? Wir unterstützen damit natürlich die "Schutzgemeinschaft Deutsches Sparschwein". Unser Sparschwein ist übrigens keineswegs rosa, sondern intensiv rot eingefärbt, wie sich das für einen Sozialdemokarten gehört. Meine Einstellung zum Schwein als solchem ist indessen ambivalent. Man begegnet als Politiker leider zu vielen Schweinen." Moderator Günther Jauch: "Ich sehe nicht, dass das deutsche Sparschwein bedroht ist. Ganz im Gegenteil, das deutsche Sparschwein hat einen noch höheren Bekanntheitsgrad als ich. Es ist aber falsch anzunehmen, dass ich mich darüber ärgere. Ganz im Gegenteil: Meine vier Kinder besitzen Sparschweine, die von mir regelmäßig, aber sparsam gefüttert werden. Ich selbst würde mich gerne in der Schutzgemeinschaft engagieren, wenn das Sparschwein in Potsdam erfunden worden wäre!" Anmerkung der Redaktion: Günther Jauch engagiert sich im Denkmalschutz in seinem Wohnort Potsdam. |