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Wie und wo das Ur-Sparschwein von Burg Schweinheim gefunden wurde |
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| Burg Schweinheim damals und heute |
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Im Kreis Euskirchen tritt man sozusagen auf Burgen. Burg Schweinheim dürfte die sein, die für die Historiker bisher nichts Aufregendes zu bieten hatte. Hier wurden keine Könige gemeuchelt und auch die Ritterballade von der Erfindung des Sparschweins, in der ein Kampf zwischen dem Ritter und einer Räuberbande die zentrale Rolle spielt, gehört natürlich in das Reich der Legenden. A b e r das Sparschwein wurde hier erfunden oder zumindest doch hier zum erstenmal auf reichsdeutschem Boden nachgewiesen.
Der heutige Burgherr Frhr. Philipp von Loe (sprich: Loh) wußte bis 2005 nichts
davon, dass ausgerechnet auf seiner Burg das Sparschwein erfunden worden ist.
Er hält jedoch das Tun der Schutzgemeinschaft Deutsches Sparschwein für sinnvoll, denn - siehe da! - er wollte für eines seiner Kinder ein Sparschwein kaufen,
es war aber in den Geschäften nur eine Sparkuh aufzutreiben.
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| Ob dort der Schatz verborgen war? |
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Von der einstigen zweiteiligen Burg mit Wassergraben findet sich nur noch der Rest der Vorburg und ein Eckturm. Die sonstigen Bauten eines landwirtschaftlichen Gehöfts, das sich heute dem Reitsport verschrieben hat, sind im Laufe der Jahrhunderte hinzugekommen. Die Burg wechselte im Laufe der Geschichte mehrfach den Besitzer, wie das mit Häusern im allgemeinen und mit Burgen im Besonderen nun einmal so ist. Die jeweiligen Geschlechter aufzuzählen, die hier gelebt haben, dürfte außer den Euskirchener Heimatkundlern keinen interessieren. Und uns interessiert auch nur, dass zur Zeit, als das Sparschwein entstanden sein dürfte, hier der Ritter Spieß von Büllesheim gewohnt hat - zumindest zeitweise.
Das Geschlecht der Spieß von Büllesheim besteht heute noch. Ganz in der Nähe, nämlich auf Burg Metternich in der Eifel, lebt heute Freiherr Spies von Büllesheim (inzwischen schreibt sich der "Spieß" nur mit einem "s") mit seiner Familie. Auch er steht der Schutzgemeinschaft Deutsches Sparschwein positiv gegenüber und hat diese schon darauf hingewiesen, dass sein Geschlecht schon immer mit Schweinen zu tun hatte - freilich eher mit den Wildschweinen in Wald und Flur.
Burg Schweinheim liegt dicht am Schweinheimer Wald, der nicht nur ein großer Wald für Wanderer, sondern auch für Reiter ist. Burgherr Philipp von Loe und seine Frau, eine Gräfin aus französischem Geschlecht, sind Eltern von fünf Kindern. An ihnen kann es also nicht liegen, wenn Deutschland eines Tages ausstirbt.
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| Wie die Schutzgemeinschaft zu den Fundstücken kam |
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Als die Schutzgemeinschaft Deutsches Sparschwein ihre Website ins Netz stellte,
konnte sie nicht ahnen, dass sich bei ihr ein Arzt aus dem Raum Euskirchen (bei Köln) melden würde, der am Telefon erklärte: "Ich glaube, ich habe die Scherben eines Sparschweins aus dem Mittelalter gefunden. Das könnte doch was für Ihre
Sparschwein-Aktion sein - oder?"
Was für eine Frage! Die Schutzgemeinschaft war wie elektrisiert. Es stellte sich dann heraus, dass der Arzt im Anbau eines von ihm gekauften ländlichen Anwesens unter einer Menge Gerümpel einen kleinen, metallbeschlagenen Koffer gefunden hatte, in dem sich eine Menge alter Scherben, einige mittelalterliche Münzen und sonstige Metallteile befanden, die der Finder zunächst nicht einzuordnen wußte.
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In dem Koffer lag auch ein zweiseitiger Brief, den 1923 ein "Grossvater Albert Heinrich Schmitz" an seinen "lieben Enkel" gerichtet und auf einer
Schreibmaschine geschrieben hatte.
Und zwischen den zusammengefalteten Seiten des Briefes befand sich ein Geldschein über 20 Milliarden Mark, herausgegeben von der Landesbank der Rheinprovinz vom 10. Oktober 1923, gültig bis 1. April 1924. Wie der
Briefschreiber erklärt, reichte dieser Betrag Weihnachten 1923 nicht einmal aus, um dafür zwei Eier zu kaufen. Im übrigen waren damals tatsächlich Geldscheine in
Billionenhöhe in Umlauf. Eine Billion Mark in Zahlen sieht so aus: 1.000.000.000.000
Mark! Damals war also selbst der ärmste Mann nicht Millionär, nicht Milliardär, sondern Billionär, was heutzutage selbst der Scheich von Brunei oder Bill Gates
nicht von sich behaupten können.
Der Arzt zu Lothar Schumacher, dem Präsidenten der Schutzgemeinschaft: "Wenn der Brief nicht
gewesen wäre, hätte ich die Sparschwein-Scherben glatt übersehen!"
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| Da der Originalbrief auch in der Vergrößerung schwer zu lesen ist, können Sie den Text mit einem Klick als Abschrift nachverfolgen. |
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| Nach Überprüfung der Fundstücke ergibt sich folgenes Bild: |
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| 1. |
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Ein Albert Heinrich Schmitz aus Köln war mutmaßlich Landvermesser oder Gehilfe eines Landvermessers und mit Vermessungsaufgaben im Umfeld der Burg Schweinheim in Schweinheim (heute Teil der Stadt Euskirchen) betraut. |
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| 2. |
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Er fand auf oder bei Burg Schweinheim Scherben, Münzen und kleine, eiserne Gegenstände, die er dem Mittelalter zuordnete.
Den Fund lagerte er in einem kleinen, metallbeschlagenen Koffer, wie er zum sicheren Transport von technischem Gerät hergestellt worden sein dürfte. |
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| 3. |
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Das Jahr 1906 dürfte das authentische Jahr sein, in dem Scherben und
Münzen gefunden worden sind, denn die Münzen waren in Zeitungspapier eingewickelt, auf dem - glücklicher Zufall - das Jahr 1906
erkennbar ist. |
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| 4. |
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Den Koffer lagerte der Finder irgendwo; wahrscheinlich hatte er vor,
sich später einmal näher mit seinem Fund zu beschäftigen. Warum er davon
Abstand nahm, wird nicht mehr zu klären sein. |
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5.
6. |
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Erst 1923 erinnerte sich besagter Albert Heinrich Schmitz des Koffers
und seines Inhalts und schenkte ihn seinem Enkel und "Mittelschüler" Willy zu Weihnachten.
In dem Koffer befanden sich lt. Brief zwei Goldmünzen und siebzehn
Silbermünzen und außerdem "Theile aus Eisen", die der erste Finder und später
auch der zweite Finder, nämlich der Arzt aus dem Raum Euskirchen,
nicht zuzuordnen wußten.
Bei der Übergabe des Koffers an die Schutzgemeinschaft fehlten jedoch die meisten Münzen.
Es ist anzunehmen, dass der bisher nicht identifizierte Enkel Willy die Goldmünzen und
zehn der siebzehn Silbermünzen in den Notjahren von 1923-1924 gegen
Lebensmittel eingetauscht hat, denn ein Verkauf gegen Reichsmark
scheidet aus, da diese während der Inflation keine Kaufkraft hatte.
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| Was sagen uns die Münzfunde und Münzgewichte? |
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Im Mittelalter hatte jeder Erzbischof und jeder Landesherr das Münzrecht.
Im "Heiligen Römischen Reich deutscher Nation" waren hunderte Münzen aus den verschiedensten Prägestätten im Umlauf. Die Händler interessierte damals nicht,
ob eine Münze 1300 oder 1500 geprägt worden war - es interessierte nur das
Silber- oder Goldgewicht. Dieses wurde mit Münzgewichten und einer kleinen Waage gewogen, die jeder Händler mit sich trug. So sind die quadratischen Fundstücke
keine fremdartigen Münzen, sondern nur Münzgewichte.
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| Im einzelnen konnten die noch verbliebenen sieben Münzen bestimmt werden als |
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ein mittelalterlicher Silberpfennig aus dem Erzbistum Trier, |
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als ein mittelalterlicher Heller aus dem Erzbistum Köln, |
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als ein Vierschildheller um 1464 der Rheinischen Kurfürsten, die gleichzeitig Erzbischöfe waren, |
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als eine Silbermünze der Stadt Köln um 1500 |
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als ein halber bayerischer Batzen von 1506, |
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als ein Batzen des Erzbistums Salzburg aus dem Jahre 1522, |
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als ein "einseitiger Zweier", in Salzburg geprägt von 1540 bis 1554 unter Ernst von Bayern (Salzburg war damals bayrisch) |
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| Die bei den Sparschwein-Scherben gefundenen Münzen lassen also den Schluß
zu, dass der damalige Herr von Burg Schweinheim, der Ritter Wilhelm Spieß von Büllesheim, um 1550 ein Sparschwein besessen haben muß. Kein anderer wird auf oder in der Nähe von Burg Schweinheim in der Lage gewesen sein, zwei Gold- und
siebzehn Silbermünzen zu sammeln - also zu sparen. Dass der Burgherr oder seine Ehefrau das Anfertigen eines Sparschweins in Auftrag gegeben haben muß, kann mit einiger, wenn auch nicht mit endgültiger Sicherheit nach den Gesetzen der
Logik gefolgert werden. Wäre ein solches Sparschwein damals Handelsgut gewesen wie etwa Irdenware als Teller, Schalen und Kannen, dann müßten im Laufe der
Jahrhunderte weitere mittelalterliche Sparschweine gefunden worden sein. |
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| Über die im Koffer gefundenen sonstigen Eisenteile |
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Neben den alter Scherben und Münzen
lagen in dem Koffer des Albert Heinrich
Schmitz noch verschiedene Eisenteile.
Diese lassen sich relativ einfach zuordnen.
Es handelt sich um Reste von Pferde-Zaumzeug und Teile einer Trense, um die Spitze eines Armbrustpfeils, um einen
Wandring zur Befestigung von Pferdeleinen und um ein altes Feuerzeug. Dieses Feuerzeug besteht aus einem halbrunden,
geschmiedeten Eisenband, das nach unten spitz ausläuft. Man steckte das Feurzeug um den Mittelfinger und ballte die Hand zur Faust. Nun schlug man mit der Spitze auf einen Feuerstein, unter den man Zunder gelegt hatte. Es gab einen Funken, der in den Zunder fiel. Mit oder ohne Pusten war das Feuer entfacht.
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| Die Rekonstruktion des ältesten deutschen Sparschweins |
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| (Bericht folgt) |
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In Schweinheim, genauer auf Burg Schweinheim, wurde bekanntlich das Ur-Sparschwein erfunden. Das Dorf Schweinheim, heute Teil der Stadt Euskirchen, ist ein Fachwerk-Juwel. Ohne den unermüdlichen Einsatz des Künstler-Ehepaares Syré hätte das Dorf jedoch viel von seiner Romantik verloren. Mit einem Klick erfahren Sie mehr....
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Und wo kann man Sparschweine kaufen? In jeder Sparkasse – und wenn dort nicht vorrätig, so kann man sie dort bestellen. Künstlerisch besonders edle Sparschweine gibt es auch im Versand bei
www.ritzenhoff-shop.de.
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Das Euskirchener Spar-schwein, dem ein Denk-mal im Klostergarten gesetzt wurde, hat jetzt einen zierlichen Bruder
bekommen - eine Glasminiatur, die vom Euskirchener Glasbläser und Künstler Eckhard Martin geblasen und mit einem echten
1-€-Stück sowie einer goldenen Schnauze verziert wird. Die Anfertigung erfolgt individuell, das kleine gläserne Kunstwerk
kostet 20 €. Zu bestellen direkt im Kunstgewerbe-Laden "MEDINA martin-glas" auf der Wallramstr. 13 in 53879 Euskirchen oder telefonisch unter 02251 - 59184. Beim Besuch in der englischen Partnerstadt Basingstoke and Deane wurde das Miniaturschwein bereits von
Euskirchens Bürgermeister Dr. Friedl als Gastgeschenk überreicht. |
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| Burg Schweinheim, wo das Sparschwein erfunden wurde, liegt im Landkreis Euskirchen bei Köln. Die Stadt Euskirchen präsentiert auf www.euskirchen.de einen Burgenrundgang zu über 12 Burgen und Schlössern. |
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| "Schwein gehabt", sagt so mancher Heimwerker, der von den Bauanleitungen unter www.baumarkt.de erfahren hat. Denn in diesem Portal werden kostenlos rund 650 Anleitungen für Selbermacher vorgestellt. |
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| "Und da hau` ich mit dem Hämmerchen mein Sparschwein, mein Sparschwein kaputt...", sang Chris Howland in der 60-er Jahren. Besuchen Sie einfach mal die Website von Mr. Pumpernickel unter www.chris-howland.de |
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Die Kreissparkasse Pforzheim-Calw hat sich die größten Verdienste um das deutsche Sparschwein erworben. Über 100.000 Plastik-Sparschweine wurden zum Weltspartag verschenkt, 15.000 Stück kamen zurück - von den Kunden originell bemalt. Lesen Sie hier mehr über diese einmalige Aktion, die Sparschwein-Ausstellung auf 3.000 qm und eine Sparschwein-Auktion. |
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Wenn das Sparschwein noch nicht so ganz gefüllt ist, dass man vom Inhalt ein Haus kaufen könnte, so sollte man sich einmal das Portal www.ausbauhaus.de als Alternative anschauen. Denn Ausbauhäuser kann man auch mit weniger Geld errichten. |
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| Die echten Sparschweine sind meistens aus Keramik - und Kachelöfen immer. Mehr über Kaminöfen auf www.kachelofen-online.de |
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| Um Keramik geht es (unter anderem) auch bei www.traumbad.de, denn Waschtische und Fliesen werden genauso wie die richtigen deutschen Sparschweine aus dem Ausgangsmaterial Ton hergestellt.
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